Alle Artikel in der Kategorie “Bühnenbild

Cats „for Kids“

Bühnen- und Kostümbild.
Inszenierung: Luiza Braz Batista, Paul Hess.
Musikalische Leitung: Martin Folz.
Theater Trier.

Premiere 3.5.19

„We shall not cease from exploration
and the end of all our exploring
will be to arrive where we started
and know the place for the first time.“ (T.S. Eliot)

„Die Broadway Inszenierung haben wir nie live erlebt, was uns einen unbelasteten Blick auf das Werk ermöglicht hat. Wir konnten auf der Grundlage des Old Possum´s Book of Practical Cats Zusammenhänge anders interpretieren und Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren neu etablieren.“ (Paul Hess)

„Die Maske ist bei aller Individualität das verbindende Element, das ein „Wir-Gefühl“ erzeugt und Schutz bietet. Dieser Schutz erlaubt den Jellicles, ihr wahres „Ich“ zeigen zu können, ohne gesellschaftlichen Restriktionen zu unterliegen.“ (Luiza Braz Batista)

„Eliots Gedichtband Old Possums´s Book of Practical Cats versucht das Bild einer Gesellschaft zu zeichnen, das Außenseiter und deren Wunsch nach einer besseren Welt in den Vordergrund rückt.
Es kann als Anforderung verstanden werden, die wunderbare Einzigartigkeit eines jeden wachzuhalten, die keine soziale Herkunft kennt und niemanden ausschließt.“ (M-B. Gleißner)

Fotos: Marco Piecuch.

Theater Trier: Spielplan
Volksfreund: Ein Fest der Vielfältigkeit

La Grande Gelata

Bühnenbild.
Regie: Dania Hohmann, Matteo Marsan, Ulrich Waller
Darsteller: u.a. Adriana Altaras, Jörg Kleemann, George Meyer-Goll, Anneke Schwabe.
San Gusmè, Italien.

 


 
Gabriela Rizza, San Gusme, Edizione del 22.07.2017:

Eine deutsch-italienische Produktion kommt im sienesischen Kerngebiet des Chianti auf die Bühne. Die Alten erinnern sich noch an diesen Winter, der Olivenbäume und Reben verbrannte, die Ernte vernichtete, die Tiere tötete und ganze Familien aufs Pflaster warf.

Ein Dorf versammelt sich auf dem Platz. Und erzählt sich. In San Gusmé, im Herzen des Chianti, erinnern sich die Alten noch an den Winter 1956, der Olivenbäume und Reben verbrannte, die Ernte vernichtete, die Tiere tötete und ganze Familien aufs Pflaster warf. Was tun? Die Bergwerke in Belgien lieferten Kohle im Tausch gegen Arbeitskraft, die Fabriken in Deutschland versprachen Löhne im Tausch gegen Bandarbeit. Schweiß und Tränen. Die Zukunft lag dort. Und viele brachen auf, um sie zu suchen. Sie wurden zu „E/Migranten“, dort hießen sie „Gastarbeiter“. Heuchelei bei der Aufnahme und den entsetzlichen Lebensbedingungen, die über die „normale“ Ausbeutung der Arbeiterklasse hinausgingen. Die Geschichte dieser Auswanderung erzählt uns La grande gelata, eine deutsch-italienische Produktion, mit Daniela Morozzi und Adriana Altaras in den Hauptrollen. Die Menschen, die wir sehen, und die Stimmen, die wir hören, sind „echt“, die Ereignisse beruhen auf den Aussagen derer, die diese Reise wirklich gemacht haben, die dieses „Doppelleben“ wirklich gelebt haben. La grande gelata ist aufrichtig und freigebig, volkstümlich und ein Gemeinschaftswerk, darin sehr lehrreich. Und am Ende umarmt es alle im gesungenen Traum von Volare, wie ein supranationales Selfie.

BRUNDIBAR

Bühnenbild & Kostümbild.
Regie: Heidi Sommer.
Musikalische Leitung: Malte Kühn.
Theater Trier.


Fotos: Edouard Olszewski.

La Bohème

Bühnenbildmitarbeit.
Dirigent: Teodor Currentzis.
Inszenierung: Philipp Himmelmann.
Bühnenbild: Raimund Bauer.
Oper Perm, Russland.